Als Vertreter des Landkreises OSL beim Landesjugendforum der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg 2020 in Potsdam

Wir zwei Kameraden der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Schipkau OT Schipkau haben vom 21. bis 23. August 2020, in der Bildungsstätte HochDrei e.V. in der Landeshauptstadt Potsdam beim Landesjugendforum mitgewirkt.

Um 17:00 Uhr kamen wir am Freitag in Potsdam an, wo meine Kameradin und ich dann als erstes einen Blick auf die Feuer- und Rettungswache 1 warfen, welche sich genau gegenüber von unserer Unterkunft befand. Als wir dann in die Unterkunft kamen, bezogen alle Mitglieder des Landesjugendforums ihre Betten und begannen das gemeinsame Kochen. Denn an diesem Wochenende waren wir für unser leibliches Wohl selber verantwortlich. Da sich das Wochenende um das Thema „Nachhaltigkeit“ drehte, war uns das allen sehr recht. Nachdem alle satt waren, liefen wir an einen Badestrand an der Havel und lernten uns in gemütlicher Runde kennen.

Am Samstagmorgen testeten wir vegane Aufstriche als Alternative zu Marmelade, Käse etc. Anschließend beschäftigten wir uns mit dem Projekt der Baumpflanzung vor den Gerätehäusern der freiwilligen Feuerwehren im Land Brandenburg. Das zweite Tagesthema war die Mülltrennung. Dazu haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt und über verschiedene Unterthemen diskutiert.

Wussten sie, dass ein benutzter Pizzakarton nicht in den Pappmüll sondern in den Restmüll kommt, da in ihm Fett ist und er deswegen nicht recycelt werden kann?

LandesfeuerwehrverbandBild: LandesJUGENDfeuerwehr Brandenburg im Landesfeuerwehrverband Brandenburg e.V.

 

Den Tag beendeten wir dann mit ein paar Runden „Wehrwölfe im Düsterwald“.

Am Sonntagmorgen bekamen wir dann eine Führung durch die Berufsfeuerwehr Potsdam. Wir liefen durch die Fahrzeughalle und besichtigten anschließend die Ruheräume, die Turnhalle, den Fitnessraum, die Schlauchwerkstatt/ -wäsche sowie den Schlauchturm. Zurück in der Bildungsstätte beschäftigten wir uns dann mit verschiedenen Möglichkeiten der Ausbildung der Jugendfeuerwehren und sammelten Ideen für das nächste LaJuFo. Das nächste Mal treffen wir uns im November und werden das Projekt Bäume vor den Gerätehäusern weiter vorantreiben.

Eure Leonie und euer Simon

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Am 26. August war es endlich soweit…

Leuchtend Rot mit gelben Streifen und weißer Schrift steht er da – der neue MTW der Feuerwehr. Dabei steht die Abkürzung MTW für das Wort Mannschaftstransportwagen.

Somit ist wohl klar: Dieses Fahrzeug soll zum Transport von Personen genutzt werden. Aber nicht zum Einsatz – hat ja schließlich kein Blaulicht.

Nein, hauptsächlich ist es für die Aus- und Weiterbildung gedacht. Sprich die Jugendfeuerwehren werden es nutzen, um mit den Kids zu Wettkämpfen oder zu Ausbildungsorten zu fahren, ohne dass gleich ein großes Feuerwehrfahrzeug samt einem Maschinisten gebunden werden muss.

Aber auch die Jugendwarte können das Schmuckstück verwenden, um zu Lehrgängen zu fahren.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an unseren Bürgermeister Herrn Klaus Prietzel und das Autohaus ELTER GmbH aus Lauta. Unser Wunsch nach eine „kleinem“ Transportfahrzeug, mit dem alle Jugendfeuerwehrwarte fahren können, wurde zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt.

neues Auto

Eure Gemeindejugendfeuerwehrwarte

Nachtpokallauf in Grünewald

Am Freitag, 18.09.2020 sind 16 von 20 Annahütter Jugendfeuerwehr-Jungen und Mädchen zum Nachtpokallauf nach Grünewald-Sella ausgerückt. Eingeladen hatte die Feuerwehr Grünewald-Sella aus dem Amt Ruhland und der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises, um sich mit Mannschaften aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz in der Disziplin Löschangriff-nass zu messen.

Fleißig trainierte unsere Truppe bis zu 3mal in der Woche, führte unter Wettkampfbedingungen eine Generalprobe zum Septemberflackern durch und wollte nun eine gute Platzierung erreichen.

Pünktlich um 17:30 Uhr wurde die Veranstaltung durch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Sebastian Lehmann eröffnet. Auch der Landrat und Kamerad Siegurd Heinze sowie der Amtsdirektor des Amtes Ruhland Christian Konzag waren zur Eröffnung dabei und wünschten allen anwesenden Teilnehmern erfolgreiche und faire Wettkämpfe.

Nach der Auslosung der Startplätze mussten die Annahütter Floriansjünger im 1. Durchgang schon zum 2. Lauf antreten. Routiniert wurden alle Wettkampfgeräte und Schläuche wie im Training aufgebaut. Und schon ging es los! Nach dem Startsignal musste schnellstmöglich eine Wasserversorgung aus einem Wasserbehälter aufgebaut werden. Gleichzeitig wurden alle Schläuche zusammengekuppelt und ausgelegt und je ein Strahlrohr angeschlossen. Nach dem Erreichen der Angriffslinie wurden zwei Behälter mit je 10 Liter Wasser gefüllt. Die Uhr blieb bei 31,56 Sekunden stehen und die Freude über die erreichte Zeit riesengroß. Nun begann das große Bangen, ist eine Mannschaft schneller? Bis zum 7. Lauf hatten unsere Kinder die Nase vorn, doch der Gastgeber aus Grünewald-Sella war um 0,3 Sekunden schneller. Große Enttäuschung auf den Gesichtern unserer Wettkämpfer. Doch schnell musste die Konzentration wiederaufgebaut werden, galt es doch einen 2. Durchgang nun unter Flutlicht zu bestehen. Leider konnte keine bessere Zeit erzielt werden, sodass wir dem Gastgeber nur noch Gratulieren konnten.

Bei der Siegerehrung freuten sich neben den Wettkämpfern auch alle mitgereisten Jugendfeuerwehr-Jungen und Mädchen über einen sehr guten 2.Platz, kommt doch ein neuer Pokal zu unserer Sammlung. Kurz nach 21:30 Uhr wurde der Heimweg mit müden Augen zur Übernachtung in der Feuerwehr angetreten und die meisten schliefen sofort auf ihrem Nachtlager ein.

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Nach dem Wecken wurde gemeinsam ausgiebig gefrühstückt. Bevor es jedoch nach Hause ging mussten unsere zukünftigen Einsatzkräfte eine Einsatzübung am Aussichtspunkt des Annahütter See „Am Roten Strumpf“ übernehmen.

Andreas Schneider

Ortswehrführer

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der Siegeslauf

Trotz Corona - Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr

Was ist die Leistungsspange überhaupt und wie wird sie erworben?

Die Leistungsspange ist das höchste Leistungsabzeichen für ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr. Sie wird verliehen, wenn ein Jugendfeuerwehrmitglied in einer Gruppe (9 Mitgliedern) in fünf Bereichen zeigt, dass er/sie körperlich und geistig den Anforderungen gewachsen ist.

Die Bereiche umfassen die Feuerwehrdisziplinen Schnelligkeitsübung und den Löschangriff nach FwDV 3, die Sportdisziplinen Kugelstoßen und 1.500-Meter-Staffellauf und die Fragenbeantwortung.

Für die Jugendfeuerwehren aus dem südlichen OSL-Kreis ist es eine Tradition geworden sich nach den Sommerferien in regelmäßigen Abständen in Schipkau zu treffen. Was in den zurückliegenden 2 Jahren super funktioniert hat, sollte auch im Jahr 2020 klappen. Doch dann kam das Frühjahr und es kam ein neuartiger Virus „Coronavirus oder SARS-CoV-2“genannt.

Es wurde viel innerhalb des Kreisjugendfeuerwehr-Ausschusses und allen interessierten Jugendfeuerwehren diskutiert. So entschieden wir uns, zusammen mit den Kreisjugendfeuerwehrwarten, das diesjährige Training unter bestimmten Bedingungen zu Starten.

Am 13. August begannen wir mit dem ersten gemeinsamen Training. Im Vorfeld wurden Anwesenheitslisten erstellt, um einen Nachweis über die Jugendlichen und den Betreuern zu haben. Diese wurden vor dem Betreten des Turnhallengeländes ausgefüllt, natürlich mit einer Belehrung und der gründlichen Desinfektion der Hände. Wir hielten uns hier an das Hygienekonzept der Feuerwehr der Gemeinde Schipkau.

Zum ersten Training kamen 24 Jugendliche aus insgesamt 6 verschiedenen Trägern des Brandschutzes. Hier muss einmal gesagt werden, dass es in unserem Landkreis 11 Träger des Brandschutzes gibt und über die Hälfte kommt nach Schipkau zu üben. Das macht uns als Gemeindejugendfeuerwehrwarte schon sehr stolz.

An dieser Stelle möchten wir uns bei unserem Bürgermeister Herrn Klaus Prietzel und dem Ordnungsamt der Gemeinde Schipkau bedanken, dass wir auf dem Gelände der Turnhalle Schipkau üben dürfen.

Diesmal war irgendwie der „Wurm“ drin. Die Jugendlichen brachten uns regelmäßig zum Zweifeln, ob es am Abnahmetag auch zum erhofften Erfolg kommt. Wir hatten bei der Generalprobe am Donnerstag, den 08.10.2020 zumindest große Hoffnung. Schließlich wurden alle Jugendliche durch die Betreuer bei den insgesamt 14 Trainingseinheiten sehr gut auf die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr vorbereitet.

Am Samstag, den 10.10.2020 war für die nun mehr 18 Jugendlichen der Tag der Abnahme gekommen.

Mit einem genehmigten Hygienekonzept eröffneten wir die Abnahme der Leistungsspange. Als Gäste konnten wir neben den Stadt- und Amtswehrführern auch unseren Kreisbrandmeister Kamerad Tobias Pelzer begrüßen. Nach einer kurzen Einweisung zu den Hygieneregeln und einzelnen Disziplinen begann die Bewertung der beiden Gruppen aus dem OSL-Kreis, pünktlich 10:30 Uhr. Der Abnahmeberechtige der Landesjugendfeuerwehr Jan Paulick hatte einen straffen Zeitplan erstellt. Beide Gruppen gaben ihr Bestes, auch bei dem Staffellauf. Warum betonen wir den Staffellauf so? Dieser bereitet uns immer große Sorgen. Hier müssen die Jugendlichen innerhalb von 4:10 Minuten eine Strecke von 1.500 Meter zurücklegen. Innerhalb der Trainingseinheiten wurde es nicht geschafft rechtzeitig das Ziel zu erreichen.

Jedoch konnten am Ende des Tages alle 18 Jugendlichen stolz ihre Leistungsspangen in Empfang nehmen.

Wir als Betreuer und Jugendfeuerwehrwarte sind sehr stolz auf die geleistete Arbeit. Ihr dürft diese Auszeichnung mit Stolz tragen und allen Kameraden zeigen, was ihr als Mitglieder der Jugendfeuerwehr erreicht habt. Vergesst nie, die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Wir möchten uns abschließend bei der SEG-Einheit (Schnelleinsatzgruppe Fernmelde und Logistik- ist eine Katastrophenschutzeinheit des Landkreises Oberspreewald-Lausitz) für die Verpflegung, der Gemeinde Schipkau und dem Bürgermeister, sowie allen Betreuern und Helfern für die Unterstützung bedanken.

Eure Gemeindejugendfeuerwehrwarte

Lydia, Tobias und Stefan

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